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Zugerkennung

Mein Wunsch war es, wie der Name schon erahnen läßt, zu erkennen welcher Zug sich wirklich auf dem Gleis befindet.
Besonderes Augenmerk galt dabei dem Schattenbahnhof, da dieser nur schwer einsehbar ist.
Die Zugnummer sollte in verschiedene Systeme integrierbar sein, um zugspezifische Schaltvorgänge auszulösen und um die Zugnummern in einer Gleisbildsoftware beziehungsweise Stellpult anzeigen zu können.
Ich habe dafür verschiedene Systeme getestet.

  • Bidirektional über das Gleis
    Dies wäre eigentlich die beste Wahl, wenn es zuverlässig funktioniert hätte.
    Vorteil: der ganze Gleisabschnitt ist der Melder
    Nachteil: spezielle Lokdecoder und Belegtmelder
     
  • IR - Zugerkennung
    Am Unkompliziertesten und am Besten funktioniert hat es aus dem fahrenden Zug permanent ein codiertes Infrarotsignal zu senden.
    Vorteil:
    - alte Lokdecoder und Besetztmelder können weiter genutzt werden
    - Anzeige der Zugnummern auch in analogen Gleisbildstellwerken möglich
    - das IR-Signal muß nicht aus der Lok gesendet werden, da dort oft wenig Platz ist
    - Lok/Zugnummer abhängige Steuerung von Fahrstraßen, Ablaufbergen, Loksound, etc (auch in analogen Anlagen)
    Nachteil:
    - zusätzliche Hardware in Lok und Gleis
    - funktioniert nach dem Sender/Empfängerprinzip und funktioniert daher nur punktuell

    IR-Led & IR-Sensor:
    Es wird der Infrarotsensor S4810 von Hamamatsu verwendet der zwischen den Gleisen montiert wird. Der Sensor gibt einen sauberen logischen Pegel aus. Es wird lediglich noch ein 4,7k pull-up Widerstand und ein 100nF Entstörkondensator benötigt.



  • RFID / NFC
    Vor und Nachteile prinzipiell wie bei der IR - Zugerkennung mit einigen Unterschieden.
    - es wird keine Spannungsversorgung für den Sender benötigt. Somit muß die Lok nicht geöffnet werden. Er ist in 3 sec montiert
    - der Empfänger ist wesentlich größer und hat einen höheren Materialaufwand und Preis.

Zuletzt geändert am 20.03.2016

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